FDP Oberallgäu

Wild, Wald und Wanderer – Liberale diskutieren über Lösungen vor Ort

Die langanhaltende Corona-Pandemie bewirkt bei der Bevölkerung mittlerweile einen ausgesprochenen Drang danach, sich in Feld, Flur und Wald zu jeder Tages- und Nachtzeit zu bewegen. Das ist verständlich und nachvollziehbar – jedoch hat dies auch Folgen in der Natur und für unsere heimischen Wildtiere. Diese hat die FDP Oberallgäu und mit zahlreichen Gästen – intensiv aber sehr sachlich – diskutiert.

Ist hier ein Einklang möglich? So lautete die entscheidende Fragestellung, welche unter der Moderation von Christian Aigner vorbehaltslos angesprochen wurde und schlussendlich auch mit kleinen, aber feinen Lösungsansätzen beantwortet werden konnte. „Wir müssen bei den Kindern anfangen an den Schulen“ zeigte sich der jagd- und forstpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion Karlheinz Busen überzeugt. Ergänzend fügte er hinzu, dass es sinnvoll wäre, die Zusammenhänge zwischen Natur, Wild und Wald bereits in jungen Jahren im Rahmen des Unterrichts zu thematisieren.

Einen völlig eigenen Ansatz fand Rudolf Fritze vom Kreisjagdverband Lindau. Demnach sollten diejenigen, die Gewinne aus der Umweltnutzung generierten, wie etwa Tourismusverbände oder Gastronomiebetriebe, für die entstanden Naturschäden haften. Als Jäger mit einem Revier am Bodensee ist er nahezu täglich durch die zunehmende touristische Nutzung Diskussion und gegenseitigen Vorwürfen ausgesetzt.

„Wir müssen auf den permanenten Wandel in der Gesellschaft reagieren und unsere Entscheidungen entsprechend anpassen“, fand Rolf Eberhardt, Geschäftsführer des Naturpark Nagelfluh. Themen wie Besucherlenkung, Ruhebereiche für das Wild oder entsprechende Raumkonzepte werden nahezu täglich beim Naturpark Nagelfluh praktiziert. „Ich wünsche mir eine angenehme Diskussionskultur auch bei diesem Thema, welche die Menschlichkeit nicht außen vor lässt“ so der Geschäftsführer.

Der Kreisvorsitzende und Kreisrat der Freien Demokraten Michael Käser begrüßte in diesem Zusammenhang, dass der Landkreis Oberallgäu sich als Modellregion für Besucherlenkung anbiete und entsprechende Mittel im Haushalt eingestellt hat.